Juwelier AKBAL Ludwigshafen -
Uhr-Lexikon - alle Begriffe rund um die UhrA
a.m.
Anzeige, die häufig auf Digitaluhren zu finden ist.
a.m. (ante = vor, meridiem = Mittag) bezeichnet den
Zeitraum von Mitternacht bis zwölf Uhr mittags. Siehe
auch p.m.
Acrylglas
Werkstoff für Uhrengläser, besser bekannt unter der
Bezeichnung Plexiglas. Uhren aus den fünfziger und
sechziger Jahren wurden fast ausschließlich mit
Plexigläsern ausgestattet.
Analog-Uhr
Klassischer Uhrentyp mit Zifferblatt und Zeigern.
Anker
Der Anker stellt die Verbindung zwischen Räderwerk
und Unruhe her. Durch Eingreifen der Ein- oder
Ausgangsseite in das Gang- oder Hemmungsrad führt der
Anker einen gleichmäßigen Ablauf des Uhrwerks herbei
Atomuhr
Zeitmesser, bei dem die von Atomen ausgestrahlten
Impulse als Zeitnormal benutzt werden. Die Gangabweichung
liegt bei einer Sekunde in einer Million Jahren.
Auto-LED-Light
Durch eine leichte Drehung des Handgelenks erhellt
eine Leuchtdiode das Zifferblatt der Uhr.
Automatikuhr
Als automatische Uhr bezeichnet man eine Armbanduhr,
deren Zugfeder durch die Armbewegungen des Uhrenträgers
aufgezogen wird. Dies geschieht durch einen Rotor, der
sich bei Armbewegungen - den Gesetzen der Schwerkraft
folgend - dreht. Siehe auch Selbstaufzug.
Automatischer Kalender
Unterschiedliche Monatslängen (28, 30 oder 31 Tage)
werden automatisch berücksichtigt. Datumskorrekturen
sind in Schaltjahren erforderlich.
B
Baguettewerk
Ein besonders schmales Uhrwerk, das für sehr kleine
Damenuhren verwendet wird.
Batterie
In diesen Uhren tritt an die Stelle der Zugfeder eine
Batterie als Energiequelle. Der Antrieb erfolgt entweder
durch einen Motor, durch elektromagnetischen Aufzug oder
durch Unruhemotoren (direkt angetriebene Gangregler).
Bombiertes Glas
Die Oberfläche des Uhrenglases ist gewölbt.
Breguet-Zeiger
Von Abraham Louis Breguet (1747-1823) benutzte, gerade
schlanke, meist stählerne Zeiger mit einer gebohrten
kreisförmigen Erweiterung nahe der Spitze
C
Caliber
Caliber (Kaliber) betiteln die diversen
Uhrwerksmodelle.
Chronograph
Bezeichnung für eine Stoppuhr (griechisch: chronos =
Zeit und grapho = ich schreibe) mit Auslösemechanismus
in Kombination mit einer normalen Uhr.
Chronographenzähler messen die Kurzzeit meist über 30
Minuten, 12 oder 24 Stunden mit 1/1 oder 1/100 Sekunde.
Chronometer
Besonders exakt gehende Uhren, deren hohe
Ganggenauigkeit durch das Zertifikat eines
Chronometer-Prüfungsinstituts bescheinigt worden ist.
Chronometer dürfen sich somit nur jene Uhren nennen, die
aufgrund ihrer Präzision und hervorragender
Zeitmessergebnisse amtlichen Prüfungen standgehalten
haben. Diese Prüfungen dauern 15 bis 22 Tage. Die Uhren
werden dabei in verschiedenen Temperaturen und Lagen
getestet
D
Datumsanzeige
Angabe des Tages, eventuell auch der Woche, des
Monats, des Jahres, die seit dem 16. Jh. auf Großuhren
häufig erscheint. Gelegentlich werden sogar die
wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre
berücksichtigt (so genannter Ewiger Kalender). Bei
mechanischen Uhren schalten Mitnehmerräder Scheiben
weiter, die dann jeweils einen Wochentag oder eine
Datumszahl in einem Ausschnitt des Zifferblatts zeigen.
DAU
Abkürzung für Damenuhr; ist bei sehr gängig.
Digitalanzeige
Zeitangabe, bei der die Anzeige nicht durch Zeiger
erfolgt, sondern die auf einer sich drehenden Scheibe
angebrachten Ziffern in einem Ausschnitt der Front
erscheinen. Diese Art der Anzeige kommt seit dem 18.
Jahrhundert vor. Bei modernen Digitaluhren wird die
Digitalanzeige durch Leuchtdioden oder Flüssigkristall
dargestellt.
Digitaluhren
Bereits im 19. Jahrhundert wurden Uhren hergestellt,
die anstelle der klassischen Zeiger fallende
Zahlenplättchen als Zeitanzeige benützten. In den
siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts setzte sich die
Flüssigkristallanzeige (LCD) bei modernen Digitaluhren
durch.
Drücker
Zur Bedienung von Uhren mit Zusatzfunktionen reicht
die Krone allein nicht aus. Deshalb versieht man diese
Uhren mit kleinen Druckschaltern, die seitlich aus dem
Gehäuse ragen
E
Echappement
Der französische Ausdruck für Hemmung. Ein
Hemmungssystem besteht aus drei Teilen: Gangrad, Anker
und Balance. Ein Echappement kann für verschiedene Uhren
mit passendem Räderwerk verwendet werden.
Edelstahl
Ein nicht rostender Stahl, der heute in der
Uhrenindustrie nicht mehr wegzudenken ist. Edelstahl kann
eine Legierung von Nickel und Chrom oder auch Molybdän
und Wolfram mit Stahl sein.
Einjahreskalender
Die Anzeige von Datum und Monat berücksichtigt
automatisch alle Monate mit 30 bzw. 31 Tagen. Nur der
Monat "Februar" muss von Hand korrigiert
werden.
Einstellring
Ein drehbarer Ring am Außenrand eines Uhrgehäuses,
welcher der Ermittlung zusätzlicher Messwerte dient.
Dies kann beispielsweise die Weltzeit oder auch das
Messen von Tauchzeiten sein.
Ewiger Kalender
Komplizierte Zusatzeinrichtung vor allem bei
mechanischen Uhren zur Anzeige von Datum, Wochentag,
Monat, Jahr und Mondphase und mit der Berücksichtigung
von Schaltjahren. Heute vornehmlich in extrem
hochwertigen Armbanduhren
F
Feder
Zugfeder zum Speichern der Aufzugsenergie
Federkraft-Hemmung
Eine Pendelhemmung mit konstantem Antrieb. Sie wurde
früher bei Präzisions-Pendeluhren verwendet. Diese hohe
Kunst der Uhrmacherei wird heute noch bei
Sattler-Großuhren angewendet.
Feinregulierung
Vorrichtung zum Feineinstellen der täglichen
Gangabweichung.
Flieger-Uhr
Armbanduhren, die speziell für Piloten der zivilen
und militärischen Luftfahrt konstruiert wurden.
Fly-back
Durch Knopfdruck wird der Stoppvorgang eines
Chronographen augenblicklich beendet und die
Chronographenzeiger springen auf Null. Der Chronograph
wird dabei nicht angehalten, er beginnt sofort wieder mit
einer neuen Zeitmessung.
Funkuhr
Bei der Funkuhr handelt es sich um eine elektrische
Quarzuhr, die über Funk gesteuert und synchronisiert
wird. Diese Uhren sind mit einem Decoder ausgestattet,
der die Verbindung zwischen Quarzwerk und Empfänger
herstellt. Funk gesteuerte Uhren sind somit äußerst
präzise. Sie sind über den Zeitzeichen-Sender DCF 77 in
Mainflingen bei Frankfurt am Main mit einer der
genauesten Uhren der Welt, der Caesium-Zeitbasis in der
Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig
verbunden. Bei Reisen in andere Zeitzonen können Funk
gesteuerte Uhren mit der Zeitzonenverstellung auf jede
beliebige Zeit eingestellt werden
G
Gang
Keine Uhr läuft völlig genau. Hier spielen
verschiedene Faktoren wie Qualität, Standort und
Tragebedingungen eine Rolle, die zu Differenzen von
Sekundenbruchteilen oder auch bis zu mehreren Minuten pro
Tag führen können. Als Gang bezeichnet man nun den
Unterschied zwischen zwei abgelesenen Uhrenständen bei
einem Tag Differenz.
Gangabweichung
Aufgrund unterschiedlicher Umwelteinflüsse wie
Temperatur oder Lage des Werkes kann der Gang
unterschiedlich ausfallen. Die Gangabweichung drückt den
Unterschied zwischen zwei gemessenen Gängen aus.
Gangdauer / Gangreserve
Betriebsbereitschaft einer Uhr für die Zeit, die nach
dem Vollaufzug bis zur völligen Entspannung der
Triebfeder vergeht. Das heißt, sie entspricht der
maximalen Laufzeit eines mechanischen Uhrwerks nach
Vollaufzug. In einigen hochwertigen Uhren wird die
Gangreserve über eine gesonderte Anzeige signalisiert.
Gangregler
Mechanische Einrichtung, deren gleichmäßige Bewegung
als grundlegendes Zeitmaß dient. Oberbegriff für
Pendel, Unruh, Radunrast und Waag.
Gebläute Schrauben
Gehärtete Schrauben aus Stahl, die durch Erwärmen
auf etwa 290 Grad Celsius entspannt werden, wodurch sie
dauerhaft eine tiefblaue Farbe annehmen.
Gehäuse
Schützende und schmückende Verkleidung des Uhrwerks
aus verschiedenen Materialien
Gehärtetes Glas
Bei der Härtung von Glas wird nicht das Material
härter wie bei der Härtung von Stahl, sondern die
Gläser werden bruchunempfindlicher. Sie werden dazu mit
Säure behandelt.
Glasboden
Viele mechanische Uhren werden heute mit einem
Gehäuseboden aus eingelassenem Glas ausgestattet, damit
der Besitzer das meist sehr schön dekorierte Uhrwerk und
seine Funktion beobachten kann.
Global Positioning System (GPS)
Dank spezieller Satelliten erscheinen genaue Angaben
mit Längen- und Breitengrad auf dem Uhren-Display einer
GPS-Uhr. Damit kann dann auf einer Landkarte die exakte
Position bestimmt werden.
GMT
Greenwich Mean Time. Durch die südenglische Stadt
Greenwich verläuft der Nullmeridian der Weltzeit. Die
Erde ist in 24 Zeitzonen unterteilt, die Zeitanzeigen auf
der Erde beziehen sich immer auf GMT.
Grande Complication
Uhren, deren komplizierte Werksmechanismen
vielfältige Indikationen ermöglichen. z.B. ewiger
Kalender mit Schlagwerken, astronomischen Indikationen,
Stoppmechanismus.
H
Handaufzug
Die Uhrenfeder werden hierbei durch das tägliche
Aufziehen mit der Aufzugskrone gespannt. Die
Antriebsfeder wird von Hand gespannt (aufgezogen) und
liefert dann Energie, die für ca. 24 bis 36 Stunden
ausreicht, um das Uhrwerk in Gang zu halten.
Hemmung
Die Hemmung dient dazu, die Kraft von der Zugfeder
über das Räderwerk auf die Unruh zu übertragen, um
deren Schwingungen aufrecht zu erhalten. Sie verhindert
ferner ein rasches Ablaufen des Uhrwerks und steuert die
Energiezufuhr einer Uhr
Hertz
Einheiten der Frequenz (Zahl der Perioden, Zyklen oder
Oszillationen pro Sekunde). Abkürzung: Hz. Die in der
Uhrenindustrie am gebräuchlichsten Werte sind das
Kilohertz (KHz), das 1000 Hz entspricht, und das
Megahertz (MHz), das einer Million Hz entspricht.
Hochfrequenz-Unruh
Unruhen, die mehr als 28.800 Halbschwingungen pro
Stunde ausführen, bezeichnet man als
Hochfrequenz-Unruhen. Ende der sechziger Jahre wurden
sogar Uhren entwickelt, deren Unruh 36.000
Halbschwingungen pro Stunde ausführten
I
Illuminator
Per Knopfdruck erstrahlt die Hintergrundbeleuchtung
der Uhr in leuchtender Farbe.
Indexe
Metallstücke, die in Form von Zahlen oder Strichen
auf der Oberseite vom Zifferblatt befestigt werden
Incabloc
Heute am häufigsten eingesetzte Stoßsicherung bei
mechanischen Uhren
K
Kalendarium
Ein "immerwährender" Kalender in Form von
drehbaren Scheiben mit Angaben der Monate, Wochen und
Tage, der Sonnenauf- und -untergänge, des Mondstandes
und des Standes der Sonne im Tierkreis.
Kalender
siehe Datumsanzeige
Kaliber
Bezeichnung für die Abmessungen (Form und/oder die
Größe) eines Uhrwerkes; heute häufig als Synonym für
Werk verwendet
Komplikation
Ein für komplizierte Uhrwerke verwendeter
Fachausdruck. Er wird gebraucht, wenn die Uhr ein
zusätzliches Weckerwerk, ein Kalendarium, einen
Chronographen, eine besonders lange Gangreserve, mehrere
Glocken oder ein ausgefallenes Schlagwerk aufweist. Zu
den so genannten großen Komplikationen gehören
beispielsweise der Chronograph und der Ewige Kalender.
Krone
Seitlich am Gehäuse befindliches geriffeltes Rad zum
Einstellen der Uhrzeit (oder weiterer Anzeigen wie Datum,
zweite Zeitzone) und bei mechanischen Armbanduhren zum
Spannen der Zugfeder.
L
Lagerstein
Künstlich gezogener Rubin mit einem zentrischen Loch
zur reibungsarmen Lagerung der Zapfen (Wellen der
Zahnräder).
LCD
Abkürzung für Light Emitting Diodes:
Leuchtdiodenanzeige. Digitale Zeitanzeige bei Quarzuhren
mit elektrolumineszenten Dioden, die von einer Batterie
mit Strom versorgt werden.
Leuchtzeiger
Das so genannte Superluminova wird dabei als selbst
leuchtende Masse auf Ziffern und Zeigern von Uhren
aufgetragen, um die Uhrzeit auch bei Dunkelheit ablesen
zu können.
Linksdrehende Lünette
Designelement zur Ermittlung der ungefähren Tauchzeit
Limited Edition
Uhren, die nur in einer begrenzten Auflage hergestellt
werden. Zudem sind die einzelnen Uhren einer limitierten
Auflage durchnummeriert. Die Limitierung ist
unterschiedlich und wird meist vom Hersteller vorgegeben
Lünette
Ein auf den Gehäusemittelteil einer tragbaren Uhr
aufgesprengter Metallring. Dieser Ring ist aus Metall mit
einer Nut, in die das Uhrglas eingelegt wird. Die
Lünette ist Teil des Uhrgehäuses
M
Manufaktur
Hersteller, der sowohl das Werk als auch die weiteren
wesentlichen Teile der Uhr selbst anfertigt. Ein recht
umstrittener Begriff, da er eine exklusive Auslese unter
den zahlreichen Anbietern herbeiführt. Deshalb sehr
begehrt und aus Werbegründen gerne beansprucht, obwohl
nicht immer zu Recht. Man rechnet heute im strengen Sinn
nur ca. 13 Hersteller zu dieser Gattung, darunter: Patek
Philippe, Vacheron & Constantin, Audemars Piguet,
Rolex, Jaeger-LeCoultre, Piaget, Girard-Perregaux,
Zenith, Lange, IWC, Glashütte, Minerva, Universal
Genève und seit Neuestem auch Chopard.
Mechanische Uhr
Hierbei handelt es sich um eine Uhr mit Handaufzug
oder einem automatischen Aufzug. In beiden Fällen wird
eine Feder im Uhrwerk gespannt, so dass dadurch Energie
auf das Räderwerk übertragen wird, welches wiederum die
Zeiger bewegt. Das Schwingungssystem der Uhr läuft also
rein mechanisch.
MEZ
Abkürzung für Mitteleuropäische Zeit; entspricht
der mittleren Ortszeit (Zonenzeit) des 15. Längengrades,
der u. a. bei Falun, durch Görlitz, Zagreb und
Südkalabrien verläuft. Sie gilt unter anderem für
Deutschland, Österreich, Schweden und Italien.
Mineralglas
Hierbei handelt es sich um Silicatglas (so genanntes
Fensterglas), das - um die Bruchfestigkeit zu erhöhen -
chemisch gehärtet wird. Mineralgläser haben sehr gute
optische Eigenschaften und sind an der Oberfläche
härter als Kunststoffgläser
Mondphase
Gibt die Phasen bzw. den Stand des Mondes als Bild
und/oder Zahl an (Mondalter: 1 bis 29,5 Tage).
Monoblock
Optimaler Schutz gegen Wasser, Schmutz und Staub.
Gehäuse und Boden werden im Spritzgussverfahren aus
einem Stück gefertigt.
N
Nennlaufdauer
Die aufgrund der Werkskonstruktion vorausberechnete
Mindestlaufdauer einer Uhr.
Nullstellhebel
Hierbei handelt es sich um eine Uhr mit Handaufzug
oder einem automatischen Aufzug. In beiden Fällen wird
eine Feder im Uhrwerk gespannt, so dass dadurch Energie
auf das Räderwerk übertragen wird, welches wiederum die
Zeiger bewegt. Das Schwingungssystem der Uhr läuft also
rein mechanisch.
Nullzählalarm (Countdown-Timer)
Einer rückwärts laufende Stoppuhr, die von einem
Maximum von 24 Stunden zurückläuft und beim Erreichen
von 0 Minuten und 0 Sekunden akustische Signale abgibt
(Dauer:10 Sekunden).
O
Offiziersuhren
Technisch vollendete und dekorative Reiseuhren des 18.
und frühen 19. Jahrhunderts, meist mit einem
Messinggehäuse, Schlagwerk und Repetition, häufig auch
mit Viertelstundenschlag und Weckerwerk. Bekannt sind die
formvollendeten Schweizer Offiziersuhren mit vergoldeten
Bronzegehäusen
Ortszeit
Ist die durch astronomische Beobachtungen oder durch
Sonnenuhren bestimmte Zeit (wahre Ortszeit). Sie schwankt
täglich im Rhythmus der Zeitgleichung. Die Ortszeiten
zweier Orte unterscheiden sich voneinander um die
Differenz ihrer geographischen Länge. Die mittlere
Ortszeit für größere Gebiete ist die Zonenzeit
P
p. m
Abkürzung für die Zeit von Mittag bis Mitternacht
(post = nach, meridiem = Mittag)
Q
Quarz
In reiner Form ein farbloses und wasserhelles Mineral,
dann auch Bergkristall genannt. Geschmolzen verwandelt es
sich in eine glasartige Substanz. Wurde im 16. und 17.
Jahrhundert für Uhrgläser und gelegentlich auch für
Taschenuhrgehäuse verwendet
Quarzuhr
Zeitmesser, in dem weder Feder, Unruh noch Hemmung
vorhanden ist. In einem Quarzwerk wird ein Kristall zum
Schwingen gebracht. Die gleichmäßige Schwingung wird
nun genutzt, um mit Hilfe eines Chip, also einer
integrierten Schaltung, einen Motor anzutreiben. Im
Rhythmus der zugeführten Impulse dreht dieser ein
Räderwerk. Vorteil ist die sehr hohe Ganggenauigkeit und
der geringe Platzverbrauch, Nachteil die Umweltvergiftung
durch die Batterie und die Abhängigkeit vom
Batteriewechsel
R
Rattrapante
An einem Werk mit Chronograph im Zentrum angebrachter
Zeiger, mit dessen Hilfe Zwischenzeiten gestoppt werden
können, ohne dass der eigentliche Sekundenzeiger des
Chronographen angehalten werden muss.
Rotor
In Uhren mit automatischem Aufzug ist der Rotor ein in
beide Richtungen frei drehbares Segment aus möglichst
schwerem Metall, das sich bei Bewegungen der Uhr dreht
und dabei die Zugfeder spannt. Das Schwunggewicht ist
entweder in der verbreiteten Variante über die gesamte
Gehäusebreite parallel zum Werk kreisend (Zentralrotor)
oder als Mikrorotor ins Uhrwerk integriert
Regulator
Pendeluhr mit Gewichtsantrieb und Kompensationspendel.
Bei diesem Uhrentyp dominiert als einziger großer Zeiger
der Minutenzeiger, während Stunden- und Sekundenzeiger
sich jeweils dezentral in kleineren Zifferblattbereichen
drehen.
S
Saphirglas
Wertvolles, künstlich hergestelltes Glas mit
höchster Härte und Kratzfestigkeit (9 Mohs), die nur
von Diamant übertroffen wird
Satinieren
Ein sehr feiner, häufig kreuzweiser Streifenschliff
auf Uhrgehäusen
Sekundenstopp
Beim Ziehen der Krone wird die Unruh und damit auch
die Bewegung des Sekundenzeigers angehalten. So lässt
sich die Zeit sekundengenau einstellen.
Selbstaufzug
1780 von Abraham Louis Breguet (1747 bis 1823)
verbesserter automatischer Aufzug von Taschenuhren nach
dem Prinzip des Schrittzählers: Ein an einem Hebel
befestigtes und beim Tragen der Uhr auf- und
abschwingendes Gewicht zieht über ein Gesperr die Feder
auf. In modernen Armbanduhren vielfach verbessert und
modernisiert bis hin zum Stromgenerator für Quarzuhren.
Skelettuhr
Eine Uhr, bei der das Werk auf das Notwendigste an
Material durch Stanzen, Sägen oder Fräsen reduziert
wurde, um eine Einblick in das Werk und dessen Technik zu
ermöglichen
Solarantrieb
Solarbetriebene Uhren nehmen die Energie des Lichts
auf und speichern sie in einem Hochleistungsspeicher. Mit
der Energie aus diesem Speicher wird die Uhr angetrieben.
Batteriewechsel sind also nicht notwendig. Die
Speicherung der Energie im Solarspeicher ermöglicht für
eine bestimmte Zeit (so genannte Dunkellaufzeit) auch den
Betrieb der Uhr ohne Lichteinstrahlung
Sonnenschliff
Zierschliff für kreisrunde Flächen. Ändert sich
beim Schwenken der Uhr der Einfallwinkel des Lichtes,
wandert das von der geschliffenen Fläche reflektierte
Licht im Kreis
Stoppfunktion
Misst mit einer Genauigkeit von Sekunden und
Zehntelsekunden die abgelaufene Zeit, Zwischenzeit und
Endzeit. Signale bestätigen die Start-/ Stopp-Auswahl.
Die Messkapazität reicht bis zu 24 Stunden
Stoppuhr
Zeitmessgerät zum Messen von Zeitintervallen zwischen
Start und Stopp. Kennzeichnend für die Stoppuhr ist,
dass die Vorgänge Start, evtl. Zwischenstopp
(Additionsstopper), Stopp und Nullstellung nacheinander
erfolgen
Stoßsicherheit
Kleinuhren sind im Sinne dieser Norm stoßsicher, wenn
sie eine Belastung ertragen, die einen freien senkrechten
Fall der Uhr aus ein Meter Höhe in beliebiger Lage auf
einen Hartholzboden entspricht. Funktionsstörende
Beschädigungen des Gehäuses und von Werkteilen (Zeiger,
Glas, Kalendereinrichtungen) dürfen nicht entstehen. DIN
8308 (Deutsches Institut für Normung).
Swiss made
Als "Schweizer Uhren" gelten Uhren, deren
Werk in der Schweiz montiert, in Gang gesetzt, reguliert
und vom Hersteller kontrolliert worden ist. Ferner, wenn
mindestens 50 Prozent aller Bestandteile aus
schweizerischer Fabrikation stammen und den in der
Schweiz geltenden technischen Kontrollen unterliegen
T
Tachymeter
Uhrenskala zum Messen der Geschwindigkeit. Wird bei
einem Chronographen beim Passieren eines Kilometersteins
der Sekundenzeiger gestartet, so zeigt dieser beim
Erreichen des nächsten Kilometersteins auf der
Tachymeterskala die Geschwindigkeit an.
Taschenuhren
Am Körper tragbare, kleinere Uhren, deren Form sich
aus den frühen Dosenuhren entwickelt hat. Anfangs oft
verdeckt getragen (Sackuhren) , werden Taschenuhren im
17. Und 18. Jahrhundert oft zu Schmuckstücken, die offen
am Gürtel (-> Châtelaine) getragen werden. Im 19.
und frühen 20. Jahrhundert wurden sie meist in der
Westentasche aufbewahrt. Häufig sind Taschenuhren auch
mit Wecker-, Schlag- und Repetierwerken, mit
Chronographen, Datumsanzeigen, Spielwerken und Automaten
ausgerüstet worden.
Taucher-Uhr
Uhren, bei denen die Wasserdichtheit maßgeblich ist.
In der Regel sind diese Uhren bis mindestens 100m Tiefe
(10 bar Druck) wasserdicht. Ferner spielt die
Ablesbarkeit eine wichtige Rolle, ebenso eine nur in
einer Richtung drehbare Lünette zum Einstellen der
Tauchzeit
Titan
Titan ist ein äußerst widerstandsfähiges und
leichtes Metall. Es eignet sich sehr gut für Menschen
mit Nickel-Allergie, weil Titan kein Nickel enthält.
Tourbillon
Ursprüngliche Bezeichnung für eine Taschenuhr mit
Drehgestell, das sich, wenn es vom Sekundenrad
angetrieben wird, mit der Unruh und Hemmungsteilen einmal
in der Minute dreht und eine Unwucht des Unruhsystems und
damit Lagefehler ausgleicht. Diese Konstruktion wurde
erstmals von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823)
ausgeführt. Heute steht dieser Ausdruck für ein
mechanisches System, das Gangfehler ausgleicht, die durch
die Bewegung des Armes entstehen können
U
Überholen
Zerlegen, Reinigen und Reparieren einer Uhr, die durch
längeren Gebrauch oder Nichtgebrauch verschlissen,
verschmutzt oder durch Öl verharzt bzw. verbraucht ist.
Die Hersteller empfehlen eine regelmäßige Überholung
von Gebrauchsuhren.
Unruh
Die Unruh ist - zusammen mit der Unruhspirale - das
Gang regelnde Organ einer mechanischen Uhr. Sie kann als
statisch ausgewuchtetes Schwungrad definiert werden, das
die Zeit - in Verbindung mit der Hemmung - durch ihre
Schwingungen in gleich lange Abschnitte unterteilt. Als
Takt gebendes Schwungrad, das das gleichmäßige
Vorrücken der Zeiger über das Räderwerk ermöglicht,
ist die Unruh somit für die Genauigkeit des Uhrwerks
verantwortlich.
Uhrsteine
Uhrsteine dienen der Verhinderung von Verschleiß und
Reibung bei Lagerzapfen. Sie bestehen heute meist aus
synthetischen Rubinen
Uhrwerk
Auch Gehwerk genannt, besteht meist aus vier oder mehr
Rädern, die über- oder untersetzen
V
Verschraubte Krone
Zerlegen, Reinigen und Reparieren einer Uhr, die durch
längeren Gebrauch oder Nichtgebrauch verschlissen,
verschmutzt oder durch Öl verharzt bzw. verbraucht ist.
Die Hersteller empfehlen eine regelmäßige Überholung
von Gebrauchsuhren
Z
Zeiger
Über einem Zifferblatt rotierendes Anzeigeorgan für
die analoge Zeitanzeige. Im Allgemeinen haben Uhren drei
Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden. Auch für
kalendarische Anzeigen und Chronographen werden Zeiger
verwendet
Zeitzone
Eine der 24 (je 15 Längengrade umfassenden) Zonen
gleicher Zeit, in die die Erde eingeteilt ist. Beginnend
beim Nullmeridian (der Stadt Greenwich). Die Zeit
verschiebt sich beim Übergang von einer zu einer anderen
Zeitzone jeweils um eine Stunde
Zeitzonenanzeige
Hier können Uhrzeiten von verschiedenen Zeitzonen
abgerufen werden
Zifferblatt
Klassisch runde Scheibe, die die Anzeige der Stunden,
Minuten und Sekunden trägt und somit Träger der
Ableseskala einer Uhr.
Ziffern
Bei den frühen Eisenuhren wurden fast immer römische
Ziffern zur Anzeige der Stunden gebraucht. Gelegentlich
wurden arabische Ziffern für die zusätzlichen Angaben
der Stunden von 13 - 24 benutzt. Seit dem 17. Jahrhundert
werden häufiger römische Ziffern für die Stunden und
arabische für die Minuten gebraucht.
Zonenzeituhr
Uhren mit zwei oder mehr Zifferblättern, bei denen
gleichzeitig die Zeit verschiedener Regionen angezeigt
wird